Mut zur Dreistigkeit

Heute möchte ich auch noch über ein Thema schreiben, bei dem ich selbst noch Probleme habe. Es geht um das Ansprechen von fremden Leuten.

Es gibt Leute die tun sich einfacher, und andere (wie ich) schwerer.

Dabei geht es oft um kleinere Gefallen, die man von einer oberflächlichen Bekanntschaft erbitten will. Ob es Feedback von einem Lehrer ist, oder (extrem bekannte Situation) ein „Date“ mit einer Komilitonin, hinter dem noch nicht einmal jegliche Absichten stehen müssen.

Man druckst herum, redet sich ein nicht die richtigen Wörter parat zu haben. Lernt dann einen Satz auswendig der sich dann total dämlich anhört. Und schließlich soll sie ja keinen falschen Eindruck bekommen! Und dann kommt der Royalflush aller „Hals aus der Schlinge Zieh“ Manöver; man wartet auf eine bessere Gelegenheit, wenn sie alleine und nicht so gestresst ist oder einen besseren Tag hat – kurz alles was wir uns ausdenken können um uns selbst auf die Schulter zu klopfen da wir doch erkannt haben, das JETZT NICHT der richtige Zeitpunkt ist, um sie anzusprechen.

Seien wir mal ehrlich, das schlimmste was man auf eine Frage hören kann ist ein Nein. Das wars.

Wir malen immer viel schwärzer im Falle eines Scheiterns als es wirklich kommen würde.

Wenn Sie also etwas fragen wollen, seien sie mutig. Überwinden sie ihre falschen Vorwände und sprechen sie die Person einfach an. Kommen sie auch gleich direkt auf den Punkt.

Fragen sie doch ob ihre Komilitonin/Komilitone Lust hätte mal auf ein Feierabendbier weg zu gehen. Denken sie nicht an, wieso sie nicht sollte, sondern warum sie sollte. Und wenn sie nach einen Grund fragt seien sie direkt und ehrlich (nicht geschleimt). Sagen sie ihr sie finden sie sympathisch und sie wollen ihre Kollegen auch außerhalb der Uni kennenlernen. Auf den ersten Blick erstaunlich einfach.

Aber trotzdem kommt hin und wieder ein geradezu genialer Gedanke auf wieso man es nicht machen sollte, der jeglicher Argumentation stand hält. Oft beinhaltet er die Furcht die Frage sei zu plump, oder direkt. Aber diesen gilt es dann zu ignorieren und zu überwinden. Das erste mal ist extrem schwer. Das zweite mal schon leichter. Und viele Male später kommen keine albernen Vorwände mehr auf. Und deswegen tret ich mir immer wieder in den Arsch und sag mir: Just do it! So schwer es mir auch fällt. Aber es wird immer leichter…

Es gibt zahlreiche Gelegenheiten die wir uns entgehen lassen wenn wir uns nicht trauen eine Person anzusprechen oder nach Hilfe und Rat zu fragen.

Und wenn sie einen leichteren Weg gefunden haben als den harten Weg der Überwindung, sagen sie mir doch bitte bescheid.

Bis dahin werde ich weiterhin verbissen sagen: Just do it!

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