Pushing Limits – Die Selbstüberwindung

Wir alle haben unsere Komfortzone. In der liegen alle Dinge in denen wir selbstsicher sind, von denen wir wissen dass wir sie können.
Außerhalb dieser Zone liegt alles vor dem wir Angst haben: Unsere Hemmungen, Unsicherheiten und Ungewissheiten. Deswegen ist es auch offensichtlich warum wir es bevorzugen in unserer Komfortzone zu bleiben. Aber wer persönlich wachsen will muss einen Weg einschlagen, der die Komfortzone verlässt. Jemand der diesen Weg entschlossen gehen will, muss nicht nur seine Schwächen kennen, sondern auch einsehen, dass kein Weg an der Konfrontierung mit seinen Schwächen vorbei führt.
Um meine Aussage zu verdeutlichen ein Beispiel aus meinem eigenen Leben: Wer mich vor 5 Jahren kannte, und das waren nicht viele, kannte mich als kleinen schüchternen, damals sogar ziemlich moppeligen Bub. Schon damals hatte ich meine kräftige Stimme aber ich setzte sie nie wirklich ein. Vor Fremden war ich noch schüchterner, deswegen war ich immer einer der da war, aber selten bemerkt wurde. Wenn ich diese Geschichte Leuten erzähle, die mich damals nicht kannten, behaupten sie immer ich würde sicherlich übertreiben oder glauben mir absolut gar nicht. Doch es war wirklich so. Doch Menschen ändern sich. Heute bin ich eher vorlaut als schüchtern, ziemlich direkt und offen. Ich rede eher zu viel als zu wenig. Nur die Sache mit dem „fremde Leute Ansprechen“ bzw. vor Fremden reden fiel mir schwer. Also habe ich einen Rhetorikkurs besucht. Da ich danach nach London fuhr, kündigte ich in der Runde an (ein super Weg um sich seinen Zielen verpflichtet zu fühlen: Es vor anderen ankündigen) dass ich in der Speakers Corner eine Rede halten würde. Und als ich dann wirklich auf der Speakers Corner stand, schrie alles in mir: „NEIN! Mach das nicht! Du blamierst dich nur! Machst dich zum Affen! Es wird dir eh keiner zuhören!“ Die Schmach eines Rückziehers wäre aber dann doch noch größer gewesen. Also fing ich an zu reden. Auf Englisch. Ich muss zugeben die Menschen haben sich zwar nicht um mich gescharrt, aber ein paar blieben stehen und hörten mir zu. Und danach fühlte ich mich super! Ich war extrem stolz auf mich. Ich hatte meine Hemmung überwunden.

Seitdem halte ich zwar nicht jeden Tag Reden, aber ich habe an Selbstsicherheit gewonnen. Während vor fremden Leuten reden früher für mich eine riesige Überwindung kostete, so traue ich es mir mittlerweile zu. Es ist mittlerweile (zum größten Teil) in meiner Komfortzone. Ich habe die Grenzen meiner Komfortzone erweitert. Aber es gibt noch immer viele Sachen, die ich mir nicht zutraue. Aber sie auszuprobieren und festzustellen, dass man sie doch kann, ist ein unglaubliches Gefühl. Und nach einer Zeit ist man davon überzeugt das man Berge versetzten kann, wenn man es nur ernsthaft versucht.

Also schreibe all die Dinge auf die Du dich nicht traust, aber mal machen willst, oder einfach Dinge vor denen Du Angst hast. Eine Angst zu überwinden ist ein tolles Gefühl. Ich bin wegen meiner Höhenangst zum Beispiel klettern gegangen, und war für den ersten Versuch angeblich sehr gut🙂.

Es geht nicht darum Dumme Sachen zu machen, sondern sich zu überwinden, um seine Komfortzone zu erweitern. Ich hab mit einem (echt komischen) Jungen geredet, der ein Problem damit hatte Frauen anzusprechen. Was hat er dagegen unternommen? Er hat in der U-Bahn durchgehend (wenn eine ausgestiegen ist, hat er sich zur nächsten gesetzt!) Frauen angesprochen! Er hat nur mit ihnen gesprochen, nicht angemacht. Ein extremes Beispiel. Für mich schon zu extrem. Aber vieleicht denkst Du ja daran wenn Du jemanden ansprechen willst, dich aber nicht traust.

Wenn Du mit dieser Einstellung deinen Ängsten und Hemmungen begegnest, dann wirst Du deine Komfortzone stetig erweitern, und damit persönlich wachsen. Nicht im an seine Grenzen gelangen liegt persönliche Größe, sondern im sie Überschreiten und Erweitern

Also denk dran: Kepp on pushing limits

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