Halt den Mund und hör auf zu heulen!

„Ich hab nie Geld! Ich werd nie eine Frau abbekommen! Das „dick-sein“ liegt mir in den Genen! Das hab ich von meiner Mamma geerbt bekommen; kann man nichts machen.“

Wie oft musste ich mir schon solche Aussagen anhören… Ich kann nicht, werde es nie können und daran kann ich auch nichts ändern. Meistens werden dann diese „Offenbarungen“ begleitet von Klageliedern des Typs „Schicksal. Das ist halt heute so. Früher war es besser! Aber jetzt…. Ich kann ja nichts dafür. Ich hab ja kein Geld. Wenn ich einen bessern Job hätte… dann würde… BLA BLA BLA.“

Das schlimme sind nicht die Probleme an sich, sondern die Art wie die Menschen die diese Aussagen machen mit Ihren Problemen umgehen.

1. Fehler: Lauthals beschweren und klagen

Wir alle haben unsere Probleme. Und man sollte auch mit paar Leuten über seine Probleme reden. Dann aber bitte mit denen die wirklich daran interessiert sind (gute Freunde oder Familie) und auf konstruktive Art und Weise, indem Ihr um Rat oder Hilfe bittet. Doch leider ist es meistens so, dass die Menschen ihre Sorgen und Probleme erläutern sobald sich die Gelegenheit dazu bietet (Wie geht es Dir?), und das einzig und allein um Mitleid zu erhaschen. Das ist für viele eine unangenehme Wahrheit. Wer mir nicht glaubt, kann es selber versuchen. Das nächste Mal wenn jemand euch ein klage Lied singt, fragt ihn direkt:“Soll ich dich jetzt bemitleiden?“ Die meisten werden sowas von irritiert sein und sich aufregen, was beweist dass du ins Schwarze getroffen hast.

Stell aber auch mal bewusst diese Frage nicht, sondern bemitleide sie subtil. Ihr werdet sehen dass der Kläger sich bestätigt fühlt und sich bis zu einer Klage-Ekstase hochsteigert. Warum wenn er doch kein Mitleid will?

Wenn Euch wieder Probleme und Sorgen bedrücken, fragt um Hilfe oder Rat, aber beklagt euch nicht um des Beklagens Willen.

2. Problem: Heulen

Hä? Beklagen und Heulen – Wo liegt da der Unterschied? Ist doch das gleiche. Stimmt! Unter Heulen fasse ich nur zusammen das Klagen, das Selbstmitleid und die daraus entstehende Ohnmacht.

Als Beispiel ein Phänomen: Leute die sich zeitnehmen dir 30 Minuten lang zu erläutern, dass sie keine Zeit haben für Sport, oder täglich mindestens 20 Minuten über die neusten Abnehmtrends lesen. Würden diese Leute in der Zeit, in der sie einem die Ohren volljammern, laufen gehen, und anstatt sich über immer neue Theorien zu informieren eine bereits bekannte Übungsreihe durchführen, dann gebe es schnell nichts mehr zum jammern.

Anstatt unsere Zeit und Energie damit zu verschwenden zu heulen, sollten wir sie lieber nutzen um unsere Probleme zu lösen.

„Aber manche Probleme kann man nicht lösen!“, werden manche jetzt sagen. Stimmt! Aber das heulen bringt in dem Fall auch nichts. Also nimmt die Gegebenheit und macht das Beste draus.

Der letzte, gleichzeitig wichtigste Punkt, ist, dass man 99% der dauerhaften Probleme lösen könnte, sich aber dagegen entscheidet. Das bekannteste Beispiel: Der schlechte Job.

Du findest deinen Job so schrecklich? Kündige! Du brauchst das Geld? Such dir einen neuen Job! Du hast nicht die Qualifikationen? Bilde dich weiter! Du musst doch tagsüber arbeiten? Besuche die Abendschule!

Problem ist also selten der Mangel an Lösungen oder Alternativen, sondern die Bequemlichkeit oder Angst der Menschen. Dagegen ist auch prinzipiell gar nichts einzuwenden; jedem dem das seine. Aber diese Menschen müssen auch sehen, dass sie gar keinen Grund haben sich zu beschweren. Denn sie haben sich für den Beruf, und gegen die Alternativen entschieden! Sie haben eine Wahl! Nur weil die Alternativen nicht besser sind, heißt es noch lange nicht sie hätten keine Wahl.

Sich dessen bewusst zu werden, das es nicht eine schicksalhafte Wendung der Dinge ist, sondern ein Ergebnis unserer Entscheidungen, allein dass ist schon enorm viel wert. Auch eine unterlassene Entscheidung ist eine Entscheidung, und zwar die Entscheidung sich nicht zu entscheiden.

Es gibt Dinge die wir nicht beeinflussen können. Insbesondere Dinge wie Krankheit oder Tod. Aber wir entscheiden, wie wir mit diesen Gegebenheiten umgehen, und was wir draus machen. Wir können drüber heulen und klagen, und zuschauen wie sich die Dinge von da an entwickeln. Oder wir sehen ein das heulen absolut gar nichts bringt, und Mitleid nichts Erstrebenswertes ist, und werden aktiv, indem wir das Beste aus unserem Leben machen.

Was ist mit Dir? Heulst Du noch, oder lebst Du schon?

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  1. Lebenslektionen « Young Potentials

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