Walk the Walk – leichter Gelernt als Getan

Probieren geht über studieren. Wie ich bereits in mehreren Artikeln erwähnt habe sollte niemand jede Idee oder System sofort übernehmen. Bei der Masse an Ratgebern, entwickeln sich schnell Ideen, die für den einzelnen völlig schwachsinnig wären.

Vor kurzem las ich zum Beispiel den Rat, sich nur Klamotten in den gleichen Farben zu halten (z.B. grau, grün und bissl braun) damit man weniger Zeit damit verschwendet die richtige Farbkombination zu finden. Für mich persönlich unvorstellbar. In meinen Augen sogar absolut dämlich. Für Unentschlossenen die jeden morgen 2 Stunden vor Ihrem Schrank stehen vielleicht brauchbar. Ob es dann nicht sinnvoller wäre an seiner Fähigkeit Entscheidungen zu treffen?

Auch wenn man dann einen wirklich guten Tipp findet, so muss dieser erstmal angewendet werden.

Die beste Theorie ist nutzlos solange sie nicht in die Praxis umgesetzt wird. Gerade beim Thema Selbstmanagment neigt man schnell dazu lieber Ewigkeiten nach dem perfekten (d.h. schnell und ohne jeglichen Aufwand umsetzbar) System bzw. Trick zu suchen. Die Anwendung bleibt da schnell auf der Strecke.

Auch ich neige dazu mir Unmengen an theoretischem Wissen anzueignen, ohne die dadurch entstandenen „PS“ in irgendeiner Weise auf die Straße zu setzen. Gott sei Dank habe ich einen geliebten Menschen an meiner Seite, der mich (auch wenn manchmal recht unsensibel) darauf aufmerksam macht, wenn ich in meinen „Sphären“ zu versinken drohe. Im Grunde genommen könnte man dieses Syndrom als das „Software-Entwickler-Syndrom“ bezeichnen.
Jeder der in der Software-Branche gearbeitet hat, wird wissen was ich meine. Viele Entwickler sind nie 100% mit ihrer Entwicklung zufrieden. Immer und immer wieder fallen Ihnen neue Funktionen und Gadgets ein, die noch in das Programm müssen. Meist sind die Basics und die wichtigsten Funktionen schon komplett ausgereift, aber ein paar kleine teils vernachlässigbare Details fehlen in den Augen der Entwickler noch.
Und genau so geht man schnell mit seinen „Life-Hacks“ um. Man liest und erstellt Massen an Tricks und Tipps, aber zum Release, der eigentlichen Anwendung, kommt es nie.

Da wir das Problem in der Software Branche gefunden haben, können wir auch die Lösung dort finden.
Durch die flächendeckende Verbreitung des Internets ergab sich eine Möglichkeit Software auch nach dem Release zu verbessern: Updates. Großer Vorteil dieser Methode war auch, dass durch den schnellen Release sehr früh Anwendungsdaten gesammelt werden konnten.

Und genau so, sollte man auch mit den „Life-Hacks“ umgehen. Ausprobieren. Was passt behalten. Was nicht passt wegschmeißen. Und für die Probleme die sich dann noch ergeben, eine Lösung bzw. Anpassung überlegen. Frei nach Darwin.

,

  1. Hinterlasse einen Kommentar

Schreibe einen Kommentar

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: