Ich – Das Original

Gerade in der heutigen Zeit in der alle nach Ingenieuren und Naturwissenschaftlern schreien entsteht der Anschein, dass mit dem richtigen Studium eine steile Karriere vorprogrammiert ist.
Ebenso hält sich weiterhin das Gerücht das absolute Spitzennoten dazu führen, dass einem der rote Teppich zur Vorstandsetage aufgerollt wird.
Meiner Meinung nach ist das Schwachsinn.
Ingenieure sollten keine Probleme haben eine Stelle zu finden, doch aus einem Gesprächen mit einem sehr gut qualifizierten Ingenieur weiß ich dass die Ingenieure gesucht werden um Fachstellen zu besetzen, nicht um ganze Abteilungen zu leiten. Die Stellen sind da, die Aufstiegsmöglichkeiten häufig von Anfang an begrenzt. Damit will ich nicht sagen dass ein Ingenieurs Studium die falsche Wahl ist (im Gegenteil! Es öffnet viele Wege!), sondern deutlich machen, das auch ein gefragter Abschluss kein Garant für eine steile Karriere ist.

Das gleiche gilt für die „Einser-Schüler“, wobei ich mich dabei auf ausschließlich diejenigen beziehe, die in das Klischee der Streber fallen. Mit ihrer bewundernswerten Fähigkeit sich gerade zu geißelnd in eine absolute Isolation zu begeben um stur Fakten und Daten auswendig zu lernen, sind diese Menschen doch meistens absolut inkompetent mit anderen Menschen umzugehen, und haben gleichzeitig große Defizite sich selbst zu präsentieren.
Diese Leute machen wunderbare Experten. Zyniker würden sagen Fachidioten. Aber für Führungspositionen absolut ungeeignet.
Es ist kein Zufall das Silicon Valley, der Ort an dem die Mikrotechnik täglich Fortschritte macht, eine weit überdurchschnittliche Quote an Autisten hat.

Das Soft-Skills unabdingbar sind ist denk ich klar. Aber wenn nicht durch gute Noten, wie kann man sich sonst von der Masse abheben?
Was in einem Lebenslauf gut aussieht weiß jeder. Praktika bei Renommierten Unternehmen und in den Sommerferien freiwilliger Helfer in einem Waisenhaus in Kasachstan.
Solche Sachen sind auf alle Fälle zu empfehlen, da es Erfahrungen sind die die persönliche Entwicklung fördern. Leider sind sich viele Jungen Leute des positiven Scheins eines solchen Engagement bewusst. Dadurch nutzen sie es als Mittel zum Zweck. Sie engagieren sich weil es sich so gehört, nicht weil sie helfen wollen. In meinen Augen ist das die falsche Motivation.

Ich behaupte viele Personalchefs sind sich des Mitläufer-Effekts durchaus bewusst. Um sich von den Mitläufern abzuheben gibt es 2 Möglichkeiten.

1. Sei besonders gut.
Anstatt nur Mitglied einer Partei zu sein, werde Vorsitzender deines Ortsverbandes oder besetzte eine andere wichtige Funktion.
Wenn du Dich im Jugendsport engagierst, sorge dafür dass deine Mannschaft überdurchschnittliche Leistung erbringt.
Andere können das gleiche machen wie du. Aber nur wenige können genau so erfolgreich sein.

2. Gehe deinen eigenen Weg
Anstatt nur nach Praktika zu machen, gründe dein eigenes Unternehmen.
Wenn du dich für Straßenkinder in Rumänien einsetzt, gründe ein Verein der finanzielle und materielle Hilfe sammelt.
Niemand dem die Sache nicht sehr am Herzen liegt, würde so viele Anstrengungen unternehmen, nur um eine positive Zeile in seinen Lebenslauf schreiben zu dürfen.
Zusätzlich zeigt ein solches Engagement ein hohes Maß an Eigeninitiative und unternehmerisches Denken.

Der Haken an dieser Sache ist, dass sich diese Dinge nur realisieren lassen wenn man sehr viel Zeit investieren kann und wenn man wirklich aus dem tiefsten Inneren motiviert ist sich zu engagieren.
Wieder: Nur um seinen Lebenslauf aufzupäppeln sollte man sowas nicht machen.

Der langwierigste und leichteste, gleichzeitig aber auch der vernachlässigste und bedeutendste  Weg sich von der Masse abzuheben ist seine Persönlichkeit bzw. seine persönlichen Fähigkeiten auf bestimmten Gebiet geradezu perfektionieren. Ob ihr extrem geschickt mit anderen Menschen umgeht, ein erstaunliches Verkaufstalent habt, großes Verhandlungsgeschick beweist oder ein mitreißender Redner seit, dies sind Fähigkeiten die man nicht eben schnell lernt, im Beruf aber von unschätzbaren Wert sind.

Diese Fähigkeiten kann man nur begrenzt lernen. Bücher und Blogs geben zwar Tipps und nützliche Ideen, die praktische Anwendung lässt sich aber nicht umgehen. Und auch in den Schulen und Universitäten werden diese Fähigkeiten kaum gelehrt. Sich bewusst auf die Verbesserungen seiner persönlichen Fähigkeiten konzentrieren zahlt sich aus. Denn eine starke Begabung fällt auf, auch wenn man sie nicht immer auf Papier bringen kann. Und es sind oft diese kleinen Sachen addiert die eine große Wirkung haben auf den Verlauf der Karriere.

Die Kombination der individuelle Fähigkeiten machen dann auch den Unterschied ob man als eine Kopie eines Ideals auftritt oder selbst ein kopierenswertes Original ist.

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