Junge Leute – Stürmer und Dränger?

Die Jugend…hat nicht jeder ältere Herr plötzlich ein rebellisches Funkeln in seinen Augen wenn er von ihr spricht? Und nüchtern betrachtet, gibt es einen besseren Zeitpunkt um sein Leben zu verändern, irgendwo zwischen Volljährigkeit und Mittzwanziger?

In einem Alter in dem man zu vielem in der Lage ist, und zusätzlich naiv genug zu glauben alles machen zu können? Die Rebellion gegen die ältere Generation gehört zum Erwachsen werden – der persönlichen Evolution wenn man es so nimmt. Aber ist nicht auch immer eine gesellschaftliche Revolution mit dem Generationswechsel verbunden? Ich denke da an die Hippies und den Warschauer Frühlinge. Junge Menschen die anstatt sich dem monotonen Umwelt anzupassen die Welt verändert haben, anstatt sich dem permanenten das-hat-man-man-aber-immer-schon-so-gemacht zu beugen.

Aber wo ist der Sturm und Drang heute? Eine Generation doof deren größte Errungenschaft die flächendeckende Etablierung der Null-Bock-Moral als Lebenseinstellung ist? Eine Jugend deren Vorbilder aus kommerziellen Gangsterrapern und Pornostars bestehen? Junge Männer und Frauen die Herkunft und Gangbang als Leistung und Errungenschaft sehen?

Wundern braucht sich über diese Entwicklung aber keiner. Eine Erziehung die so liberal ist, das Planlosigkeit treffender ist. Ein 3 Klassen Bildungssystem, welches an dem Spagat Integration, persönliche Entwicklung sowie Bildung und Kultur zu fördern hoffnungslos scheitert. Und zu guter letzt eine Politik die sich immer mehr vom eigentlichen Menschen entfernt, und statdessen sich in seinen selbst gestrickten Seilen verheddert, sodass eine Wahlveranstaltung irreal wirkt wie eine amerikanische Sitcom.

Als junger Mensch abwarten das eine Revolution vorbeikommt, an deren Trittbrett man sich mitreißen lassen könnte wäre lächerlich. Im Kleinen zu Stürmen und zu Drängen reicht doch schon vollkommen aus! Ob man als Sporttrainer Kindern mehr beibringt als Übungen zur körperlichen Ertüchtigung oder ganz bewusst mit harten aber klaren Fragen in Vorlesungen provoziert. Einfach alles was nicht auf den abgelaufenen Pfaden unserer Ahnen liegt, sondern die vielen kleinen Sachen rechts und links davon. Es ist auch gleich auf welche Art man seinen eigenen Weg geht und wohin er führt. Nur eins kann ich mit Sicherheit sagen: Wenn der Weg darin besteht nur Ja zu sagen, und die Dinge so zu machen wie man es immer schon gemacht hat, dann ist es ein uninteressanter. Als junger Mensch sollte man keine Sorgen haben auf die Schnauze zu fallen, denn man ist noch jung genug um wieder aufzustehen. Aber wer nicht riskieren zu versagen, ist genau dass wovor er Angst hat. Drängst du schon, oder gammelst du noch?

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