Selbstreflexion

Im Grunde genommen erlangt der Mensch mit ca. 15 Jahren (i.d.R. mit dem Einsatz der Pubertät) erst die Fähigkeit sich und sein Verhalten halbwegs distanziert zu betrachten und zu beurteilen. Daher auch die Sinneskrisen die meist mit der Pubertät einhergehen. Da sich kaum einer dieser Entwicklung bewusst ist (Wie denn auch? Würde es doch die Selbstreflexion voraussetzten eine Veränderung in sich selbst wahrzunehmen…) schlummert die erlangte Fähigkeit im Unterbewusstsein, um gelegentlich sporadisch in Anspruch genommen zu werden.

Dabei schadet es niemanden regelmäßig innezuhalten, und sich zu fragen: „Was mach ich? Warum mach ich das? Wie könnte ich es besser machen?“

Zu beachten sind dabei nur drei kleine Sachen:

  • 1. Sei möglichst ehrlich zu Dir selber. Sich selbst auf die Schultern zu klopfen ist schön, hilft Dir aber nicht weiter. Im Gegenteil. Das permanente schönreden von Sachen ist absolut kontraproduktiv aber…
  • 2. …Sei nicht zu selbstkritisch. Nobody is perfect. Und das ist auch gut so. Selbstzerstörerischer Perfektionismus sollte also tunlichst unterlassen werden.
  • 3. Überlege was DU anders machen kannst. Schiebe es bloß nicht auf die Umwelt. Denn das endet in einer melancholischen bzw. phlegmatischen Lebenseinstellung. Ich würde ja gerne wenn ich nur könnte, dann würde ich auch (also das Gegenteil von Pro-Aktivität). Quasi also sein Versagen eingestehen und nichts daran ändern.

Und wirklich; (ich spreche aus eigener Erfahrung) regelmäßig darauf zu achten was man denkt, was man fühlt und was einen beschäftigt, und sich dann zu fragen wieso das so ist, ist unglaublich bereichernd. Vergleichbar mit der Videoanalyse bei  Sport.

Ein tolles Werkzeug dafür ist ein Journal. Das hört sich zwar sehr nach „Müsli“ an, und ich hab auch einige Zeit gebraucht um mich mit dem Gedanken anzufreunden, aber jetzt würde ich nicht mehr darauf verzichten wollen. Aber es soll kein Tagebuch werden! Also kein Buch in dem Tagesgeschehen einfach festgehalten werden. Aber in das Buch sollte Alles rein was einen bewegt, motiviert, beschäftigt oder sonst interessiert. Mein Journal ist gestopft voll mit Zitaten von Persönlichkeiten die mich motiviert haben, und Ideen die ich gerne mal verwirklichen würde. Auch wenn ich ein Buch lese und mich ein Kapitel besonders interessiert, schreibe ich ein paar Zeilen darüber in mein Journal. Also insgesamt sehr vielseitig. Dadurch auch sehr interessant alte Einträge Monate später zu lesen.

Seine Selbstreflexion niederzuschreiben ist meiner Meinung nach eine Art Eingeständnis. Durch das niederschreiben beurteilt man sich. Knallhart. Wie die Note auf einem Schultest. Es nicht schriftlich festzuhalten, lässt die Erkenntnis schnell wieder in Vergessenheit geraten. Um sich darauf wieder selbstzufrieden die Eier zu schaukeln, und sich zu sagen: „Ich bin halt so wie ich bin. Daran kann ich auch nichts ändern. Schon mein Opa….“ – die typischen Ausreden wenn Leute versagen, aber nicht daran Schuld sein wollen.

PS: Ernest Hemingway und Einstein haben soweit ich weiß auf ihr Journal geschworen!

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